Zungenblastechnik

Die Zungenblastechnik zeichnet sich dadurch aus das die Blasrohrmündung mit der Zunge vor dem Einblasen verschlossen wird. Blasrohrschützen die die Zungenblastechnik nutzen, verwenden meist speziell für diese Blastechnik geeignete Blarohrmundstücke.Aber auch bei den meisten anderen Mundstücken ist die Zungenblastechnik möglich.

Bei der Zungenblastechnik wird etwas mehr Feuchtigkeit in das Rohr mit eingeblasen als z.B. bei der Backenblastechnik. Daher sollten Schützen, welche diese Blastechnik nutzen, öfters die Innenseite des Blasrohrs reinigen. Dies kann z.B. mit Hilfe einer Reinigungsschnur erfolgen.

Der Ablauf ist dabei wie folgt:

  • Tiefes einatmen
  • Ansetzen des Blasrohres am Mund
  • Zentrierung des Blasrohrmundstücks am Mund
  • Öffnen des Mundes und Verschließen des Blasrohröffnung mit der Zunge
  • Druckaufbau im Mund und der oberen Atemwege
  • Schnelles zurückziehen der Zunge und damit start des Blasvorganges durch die damit einhergehende Freigabe eines kurzen, “harten” Luftstoßes
  • “Nachblasen” (weiteres konstantes Blasen nachdem der erste harte Luftstoß erfolgt ist)

Die Zungenblastechnik zeichnet sich durch eine hohe Blasrohrpfeilgeschwindigkeit und damit einhergehende hohe Treffsicherheit aus. Die Pfeilgeschwindigkeit wird durch die “explosionsartige” Freisetzung der Luft erreicht wenn die Zunge zurückgezogen wird. Da der Druck schon vorher aufgebaut wurde erfolgt die Freisetzung stoßartig.

Die gesteigerte Treffsicherheit wird dadurch erreicht, das bei der Luftfreisetzung wenig Oberkörperbewegungen stattfinden. Es wird lediglich die Zunge zurückgezogen. Der gesamte Druckaufbau etc. hat vorher stattgefunden.